Aktuelles

An dieser Stelle finden Sie Neuigkeiten aus Arbeit des
Verbandes, Pressemitteilungen und sonstige aktuelle
Informationen zum Thema Grundwasser im Hessischen Ried.
Aktuelle Fachinformationen zur Grundwasserbewirt-schaftung im Hessischen Ried finden Sie auf “Grundwasser-Online“, dem gemeinsamen Informations-portal der großen Wasserversorger im Hessischen Ried und des Regierungspräsidiums Darmstadt.

 

 


Neue Führung beim Wasserverband Hessisches Ried

Verbandsversammlung wählt neuen Vorstand

(Biebesheim, 03.11.2016) Die Mitgliedervertretung des Wasserverbands Hessisches Ried hat einen neuen Vorstand gewählt. Die Verbandsversammlung konnte dabei erstmals Vertreter ihrer neuen kommunalen Mitglieder für das insgesamt elfköpfige Gremium benennen. Neben Bürgermeister Thomas Schell (Biebesheim), sind dies Wirtschaftsdezernent Markus Frank (Frankfurt a.M.) und Bürgermeister Arno Goßmann (Wiesbaden). Bei den bisherigen Mitgliedern gab es einige Besetzungsänderungen. So wurden Karsten Krug als Nachfolger des ehemaligen Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf für den Kreis Bergstraße und Elisabeth Jreisat als neue Geschäftsführerin der Hessenwasser in den Vorstand gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden für die Dauer der laufenden Kommunalwahlperiode, an den auch die Wahlperiode des WHR-Vorstands gekoppelt ist, bestätigt.

Auch die Position des Verbandsvorstehers wurde von der Verbandsversammlung neu besetzt. Elisabeth Jreisat wurde einstimmig zur neuen Verbandsvorsteherin gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Horst Gölzenleuchter an, Kreistagsabgeordneter und ehemaliger Bürgermeister von Büttelborn, der die Interessen des Kreises Groß-Gerau weiterhin im Vorstand vertreten wird. Zum stellvertretenden Verbandsvorsteher wurde ebenfalls einstimmig Verbandsdirektor Ingo Bettels vom Wasserbeschaffungsverband Riedgruppe-Ost gewählt. Er übernimmt die Position von Wulf Abke, dem in den Ruhestand getretenen bisherigen Geschäftsführer der Hessenwasser.

Elisabeth Jreisat bedankte sich nach ihrer Wahl für das Vertrauen bei allen Verbandsmitgliedern und sprach Horst Gölzenleuchter ihren besonderen Dank aus für die wertvolle Unterstützung in der Phase der Neuorientierung nach der Umstrukturierung des WHR im vergangenen Jahr. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen, besonders mit den neuen Kommunalvertretern im Vorstand, und werde gemeinsam mit ihrem Kollegen Ingo Bettels die bewährte Zusammenarbeit mit den Vertretern der Kreise und der Landwirtschaft weiter stärken.

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Rhein-Main Wasserversorgung Sicherung einer zukunftsfähigen Regionalstruktur

Initiative des Landes Hessen, der Städte Wiesbaden, Frankfurt am Main und Darmstadt und des WHR zur Zusammenarbeit in der Wasserversorgung der Metropolregion Rhein-Main

(Groß-Gerau, 28.01.2016) Ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen regionalen Rhein-Main Wasserversorgung wurde am Donnerstag in Wiesbaden vollzogen. Der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) sowie die großen kommunalen Verantwortungsträger der Wasserversorgung in Südhessen, die Städte Wiesbaden, Frankfurt am Main und Darmstadt vereinbarten gemeinsam mit dem Land Hessen programmatische Eckpunkte für eine regionale Wasserversorgungsstrategie für die kommenden dreißig Jahre.

Hierzu wurde von den Vertretern der Beteiligten am 28. Januar 2016 im Hessischen Umweltministerium die auf Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser zurückgehende „Initiative für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung – Ballungsraum Rhein-Main 2015 bis 2045“ unterzeichnet.

Ziel der Initiative ist die dauerhafte Sicherstellung der Versorgung der Menschen, Unternehmen und Institutionen mit einwandfreiem Trinkwasser als wesentliche Grundlage für die Entwicklung der Region Rhein-Main. Auf der Grundlage der nun unterzeichneten Strategieinitiative streben die Beteiligten für die Wasserbeschaffung dafür eine engere interkommunale Zusammenarbeit zur Erledigung der gemeindlichen Pflichtaufgabe und eine verstärkte Unterstützung durch die verantwortlichen Landesstellen an.

Dementsprechend wollen die kommunalen Beteiligten der Strategieinitiative und der WHR mit den Wasserversorgungsbetrieben gemeinsam prüfen, ob der WHR im Rahmen einer Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit weitergehende konzeptionelle oder unternehmerische Aufgaben im Rahmen der Sicherstellung der Wasserbeschaffung wahrnehmen kann. Der WHR wurde 2015 bereits reformiert und bietet seitdem allen am regionalen Wasserversorgungsverbund bereits vertraglich beteiligten Städte und Gemeinden zusätzlich auch die Möglichkeit der Verbandsmitgliedschaft im WHR.

Daneben ist die Zusage des Landes Hessen, im Rahmen der gemeinsamen Initiative alle erforderlichen Wasserrechte insbesondere für die infiltrationsgestützten ökologisch verträglichen Wassergewinnungsanlagen im Hessischen Ried zugunsten der öffentlichen Wasserversorgung zeitnah zu erteilen, von erheblicher Bedeutung. Zugleich bekennen sich die Beteiligten zu einer vorausschauenden Waldbewirtschaftung, indem die Strategieinitiative explizit die Umsetzung der vom sog. Runden Tisch zur Waldverbesserung entwickelten Nachhaltigkeitsziele und Bewirtschaftungsvorschläge unterstützt.

Dies wird ergänzt durch das Bekenntnis zum regionalen technischen Wasserleitungsverbund und zu den notwendigen Investitionsmaßnahmen für die nächsten zehn Jahre, um eine sodann ausreichende Versorgungssicherheit zu erreichen. Zugleich wird bestätigt, dass die Kosten über den Wasserpreis bzw. Gebühren refinanziert werden können.

Wie Verbandsvorsteher Horst Gölzenleuchter betont, setzen die Beteiligten der Strategieinitiative damit auch vor dem Hintergrund des Klimawandels sowie der erwarteten Bevölkerungsentwicklung für den Ballungsraum und die Region ein klares Zeichen zur Stärkung der Zusammenarbeit der kommunal verantworteten Wasserversorgung im Sinne einer zuverlässigen, ökologisch verträglichen und zugleich auch wirtschaftlichen Wasserversorgung Rhein-Main.


Startschuss für eine nachhaltige Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet (v.l.): Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser, Kämmerer der Stadt Frankfurt, Uwe Becker (beide vorne), Bürgermeister der Stadt Wiesbaden, Arno Goßmann, Vorsteher des Wasserbandes Hessisches Ried, Horst Gölzenleuchter, und Kämmerer der Stadt Darmstadt, André Schellenberg.
(Bildquelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz/HMUKLV)

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Neuer WHR-Beregnungswasserverband nimmt seine Verbandsgeschäfte auf

Landwirte wählen Hans-Jürgen Fischer zum Verbandsvorsteher

(Groß-Gerau, 27.03.2015) Der im Rahmen der Strukturreform des Wasserverbandes Hessisches Ried (WHR) neu gegründete Beregnungswasserverband ist am Donnerstagabend zu seiner ersten Verbandsversammlung zusammengetreten. Der neue „WHR-Beregnung“ ist zuständig für die Beschaffung und Verteilung des Beregnungswassers für die Landwirtschaft.

Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung der Sitzung, die in Biebesheim am Standort der Rheinwasseraufbereitungsanlage stattfand, war neben der Verabschiedung des Wirtschaftsplans für das laufende Jahr die Wahl eines neuen Vorstands.

Zum neuen Verbandsvorsteher wurde Hans-Jürgen Fischer, Betriebsleiter und Inhaber des Tannenhofs in Gernsheim gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Dr. Willi Billau aus Lampertheim bestimmt. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind die Landwirte Andreas List (Bürstadt) und Tobias Hebermehl (Pfungstadt) sowie Walter Klupp, Betriebsingenieur bei Hessenwasser.

Fischer bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen und wies noch einmal auf die positiven Aspekte der Umstrukturierung des WHR für die Landwirtschaft hin. “Die langfristig ausreichende Verfügbarkeit eines hygienisch einwandfreien Beregnungswassers zu einem vertretbaren Preis ist nach wie vor gesichert“, betonte Fischer. „Mit der neuen Verbandsstruktur und der engen Zusammenarbeit mit dem Infiltrationsverband sind wir Landwirte für die Zukunft gut aufgestellt.“

Der Wasserverband Hessisches Ried hatte sich nach einem mehrjährigen Beratungsprozess eine mit der Landespolitik abgestimmte neue Organisationsstruktur gegeben. Mit der Strukturreform des WHR wurden die beiden zentralen Aufgaben – die Grundwasserbewirtschaftung und die landwirtschaftliche Beregnung im Hessischen Ried – jeweils eigenständigen Verbänden zugeordnet. Die technische Betreuung der im Bereich Lampertheim an den Beregnungsverband verpachteten Tiefbrunnen und der weiteren Anlagen wird weiterhin vom WHR-Infiltrationsverband durchgeführt. Zusätzlich erforderliches Beregnungswasser wird den Landwirten auf vertraglicher Basis aus der Aufbereitungsanlage in Biebesheim bereitgestellt.

Ausgelöst wurde die Struktur- und Organisationsreform des 1979 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründeten WHR-Verbandes durch die zunehmend ungesicherte Finanzierung der satzungsgemäßen Aufgaben. Dies führte dazu, dass das Land Hessen seit 2012 mit einer Zwischenfinanzierung in Höhe von insgesamt knapp 3 Millionen Euro einsprang. Verbunden damit war jedoch die Auflage, neue Verbandsstrukturen zu entwickeln, die nachhaltig wirtschaftlich tragfähig und rechtssicher organisiert sind. Dies ist mit der jetzigen Verbandsspaltung nach Einschätzung aller Beteiligten nun sichergestellt.

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„Die Trinkwasserversorgung in der Rhein-Main-Region ist ohne Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried nicht zu leisten“

Vorstandswahlen beim reformierten Wasserverband Hessisches Ried

(Groß-Gerau, 24.03.2015) Zwei Tage nach dem internationalen Tag des Wassers hat der neu aufgestellte Wasserverband Hessisches Ried (WHR) im Wasserwerk Biebesheim seine erste Verbandsversammlung einberufen. Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war neben der Verabschiedung des Wirtschaftsplans für das laufende Jahr die Wahl eines neuen Vorstands. Dies wurde notwendig, da sich der Verband nach einem mehr-jährigen Beratungsprozess eine mit der Landespolitik abgestimmte neue Organisationsstruktur gegeben hatte.

Zum neuen Verbandsvorsteher wurde mit dem Kreistagsabgeordneten (GG) Horst Gölzenleuchter ein Vertreter der Kommunen gewählt. Wulf Abke, Geschäftsführer des Wasserversorgers Hessenwasser, wurde als stellvertretender Verbandsvorsteher in seinem Amt bestätigt. Der Hessenwasser obliegt seit 2005 die Geschäfts-und Betriebsführung des Verbands.

Mit der Strukturreform des Verbandes wurden die beiden zentralen Aufgaben des bisherigen WHR – die Grundwasserbewirtschaftung und die landwirtschaftliche Beregnung im Hessischen Ried - zwei Verbänden zugeordnet. Die Grundwasseranreicherung in Südhessen verantwortet künftig der „Wasserverband Hessisches Ried (WHR)“ als Infiltrationsverband. Der neu geschaffene „WHR-Beregnungsverband“ ist zuständig für die Beschaffung und Verteilung des Beregnungswassers für die Landwirtschaft. Mit der Veröffentlichung der neuen Satzungen im Hessischen Staatsanzeiger wurde die Aufspaltung des WHR in zwei Verbände rückwirkend zum 01.01.2015 wirksam.

Im „WHR“ sind neben den Wasserversorgern Hessenwasser und WBV Riedgruppe-Ost die kommunalen Gebietskörperschaften organisiert, die bisher bereits im WHR vertreten waren. Es sind dies die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Bergstraße sowie die Stadt Darmstadt. Die bisherige Verbandsmitgliedschaft des Wasser-, Boden und Landschaftspflegeverbandes Hessen (WBL) übernimmt künftig der „WHR-Beregnungsverband“.

Neu ist die ausdrückliche Öffnung der Satzung für den Beitritt weiterer kommunaler Gebietskörperschaften im Verbandsgebiet, das nach der Neuordnung nahezu die gesamte Rhein-Main-Region umfasst.

Für Horst Gölzenleuchter bietet die neue Struktur des Verbands den Kommunen in der Rhein-Main-Region einen neuen Impuls zur Zusammenarbeit: „Der WHR ist in seiner neuen Form zukunftsweisend für die aktive Gestaltung eines nachhaltigen und umweltbewussten Umgangs mit der Ressource Wasser in der Rhein-Main-Region. Das Angebot zur Zusammenarbeit sollte von möglichst vielen Kommunen und Gebietskörperschaften wahrgenommen werden.“

Wulf Abke ergänzt: „Die Grundwasserbewirtschaftung des WHR wird auch in Zukunft ein wesentlicher Baustein für die nachhaltige Trinkwasserversorgung der Rhein-Main-Region sein. Ins-gesamt wirkt sich die Infiltration auch positiv auf die geschützten Naturräume im Wirkungsbereich der Verbandsanlagen aus. Konkret wirkt der WHR an der operativen Umsetzung von Bewirtschaftungsaufgaben mit, wie sie aktuell der Runde Tisch mit einem Pilotprojekt zur Anhebung der Grundwasserspiegels im Gernsheimer Wald auf den Weg gebracht hat“.

Ausgelöst wurde die Struktur- und Organisationsreform des 1979 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründeten WHR-Verbandes durch die zunehmend ungesicherte Finanzierung der satzungsgemäßen Aufgaben. Dies führte dazu, dass das Land Hessen seit 2012 mit einer Zwischenfinanzierung in Höhe von insgesamt knapp 3 Millionen Euro einsprang. Verbunden damit war jedoch die Auflage, neue Verbandstrukturen zu entwickeln, die nachhaltig wirtschaftlich tragfähig und rechts-sicher organisiert sind. Dies ist mit der jetzigen Verbandsspaltung nach Einschätzung aller Beteiligten nun sichergestellt. 

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Neue Verbandsstrukturen für den Wasserverband Hessisches Ried

Grundwasserbewirtschaftung und landwirtschaftliche Beregnung sind jetzt getrennt organisiert

(Groß-Gerau, 26.02.2015) Der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) hat nach einem mehrjährigen Beratungsprozess eine mit der Landespolitik abgestimmte neue Organisationsstruktur umgesetzt. Die beiden zentralen Aufgaben des WHR – die Grundwasserbewirtschaftung und die landwirtschaftliche Beregnung im Hessischen Ried - werden zukünftig von zwei Verbänden in jeweils eigener Verantwortung erbracht.

Die Verbandsversammlung hatte dieser neuen Struktur bereits im Dezember vergangenen Jahres zugestimmt. Nach der Genehmigung des Reformschrittes durch das Regierungspräsidium Darmstadt als zuständiger Aufsichtsbehörde und der Veröffentlichung im Hessischen Staatsanzeiger ist die Aufspaltung des WHR in zwei Verbände ab dem 01.01.2015 nun wirksam.

Die Rheinwasseraufbereitung in Biebesheim sowie die Grundwasseranreicherung in Südhessen verantwortet künftig der „Wasserverband Hessisches Ried (WHR)“ als Infiltrationsverband. Im „WHR“ sind neben den Wasserversorgern Hessenwasser und WBV Riedgruppe-Ost die kommunalen Gebietskörperschaften organisiert, die bisher bereits im WHR vertreten waren. Zusätzlich bietet die neue WHR-Verbandssatzung aber auch weiteren kommunalen Gebietskörperschaften im verbandsrechtlichen Wirkungsbereich des „WHR“ die Möglichkeit des Beitritts. Die bisherige Verbandsmitgliedschaft des Wasser-, Boden und Landschaftspflegeverbandes Hessen (WBL) übernimmt künftig der „WHR-Beregnungsverband“.

Der neue „WHR-Beregnungsverband“ selbst ist zuständig für die Beschaffung und Verteilung des Beregnungswassers für die Landwirtschaft. Landwirte, die auf das sichere Beregnungswasser des neuen Verbandes zugreifen möchten, müssen sich künftig als Verbandsmitglieder unmittelbar am Verband beteiligen. Die technische Betriebsführung der Beregnungsanlagen wird weiterhin vom Oberverband „WHR“ gewährleistet, der im Bereich Lampertheim seine Tiefbrunnen sowie in den anderen Beregnungsbereichen Wasser aus seiner Aufbereitungsanlage in Biebesheim dem „WHR-Beregnungsverband“ auf vertraglicher Grundlage bereitstellt.

Die beiden WHR-Verbände werden noch im März jeweils zu den konstituierenden Sitzungen zusammentreten.

Ausgelöst wurde die Struktur- und Organisationsreform des 1979 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründeten WHR-Verbandes durch die zunehmend ungesicherte Finanzierung der satzungsgemäßen Aufgaben. Dies führte dazu, dass das Land Hessen seit 2012 mit einer Zwischenfinanzierung in Höhe von insgesamt knapp 3 Millionen Euro einsprang. Verbunden damit war jedoch die Auflage, neue Verbandstrukturen zu entwickeln, die nachhaltig wirtschaftlich tragfähig und rechtssicher organisiert sind. Dies ist mit der jetzigen Verbandsspaltung nach Einschätzung aller Beteiligten nun sichergestellt.

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Errichtung der Infiltrationsanlage Lorscher Wald startet

Sicherung der nachhaltigen Grundwassergewinnung im Jägersburger Wald

(Groß-Gerau, 26.02.2015) Der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) beginnt in Kürze mit dem Bau der Erweiterung seiner Infiltrationsanlagen im südlichen Hessischen Ried.

Für die „Infiltrationsanlage Lorscher Wald“ werden 5,6 Kilometer Rohrleitung mit einem Durchmesser von 80 Zentimeter verlegt sowie fünf Infiltrationsorgane mit insgesamt 15 Versickerungsbrunnen im Lorscher Wald errichtet. Als zusätzlicher Infiltrationsstandort dient der Farrenwiesengraben südlich der Weschnitz. Die Leitungstrasse schließt im Jägersburger Wald an die bestehende WHR-Infiltrationsanlage an, verläuft westlich von Einhausen und Lorsch in Richtung Süden und endet südlich der B47 im Lorscher Wald. Dabei werden sowohl die Weschnitz als auch die B47 und die dazu parallel verlaufende Bahntrasse unterquert. Mit der Umsetzung des Projekts hat der WHR die STRABAG AG Nordhorn beauftragt. Bei der Planung des Bauvorhabens wurde darauf geachtet, den Baustellenverkehr weitestgehend aus der Ortslage Einhausen fernzuhalten. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2016 vorgesehen. Aufgrund der ökologischen Bedeutung des Vorhabens übernimmt das Land Hessen bis zu 50 % der Projektkosten.

Grundlage für den Bau und die Infiltration von Rheinwasser aus der Aufbereitungsanlage des WHR ist eine entsprechende Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt. Mit der Erweiterung der Anlage wird das Grundwassermanagement des WHR in den Wirkungsbereich der südlichen Brunnengalerie des Wasserwerks Jägersburg des Wasserbeschaffungsverbands Riedgruppe-Ost ausgedehnt. Die zusätzlichen Infiltrationsmengen sichern eine nachhaltige Grundwassergewinnung auf Grundlage der behördlichen Vorgaben wie sie im Grundwasserbewirtschaftungsplan Hessisches Ried und in dem aktuellen Wasserrechtsbescheid für das Wasserwerk Jägersburg hinterlegt sind. Die infiltrationsgestützte Grundwassergewinnung im Hessischen Ried ist eine der wichtigsten Grundlagen für eine gesicherte Trinkwasserversorgung der gesamten Rhein-Main-Region.

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Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie im Hessischen Ried

Die seit 2012 in den Kooperationsräumen “Südliches Ried" und "Riedsande" angebotene umfassende und freiwillige Beratung für die Landwirte im Hessischen Ried zur Verringerung von Nitrateinträgen in das Grundwasser wird auf zwei weitere Kooperationsräume ausgeweitet.

Auftaktveranstaltungen zur Gewässerschutzberatung in den Kooperationsräumen "Nördliches Ried" und "Bergstraße"

Auftaktveranstaltung "Nördliches Ried"

Termin: Donnerstag, 27. März 2014; 19:30 Uhr
Adresse: Gasthaus Zum Rheintal, Geinsheimer Str. 6, Leeheim
Teilnehmerkreis: Landwirte aus den Gemeinden Trebur, Groß-Gerau, Riedstadt, Stockstadt, Biebesheim und Gernsheim


Auftaktveranstaltung "Bergstraße"

Termin: Montag, 31. März 2014; 19:30 Uhr
Adresse: Bürgerhaus Sonne, Hauptstr. 26, Alsbach-Hähnlein
Teilnehmerkreis: Landwirte aus den Gemeinden Pfungstadt, Bickenbach, Seeheim-Jugenheim, Alsbach-Hähnlein, Zwingenberg, Bensheim, Lorsch, Heppenheim

Bei den Auftaktveranstaltungen informieren das Regierungspräsidium Darmstadt, das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie, der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, der Wasserverband Hessisches Ried und das Ingenieurbüro Schnittstelle Boden über die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in den jeweiligen Gemeinden und die geplanten Beratungsinhalte zur Reduzierung von Nitrateinträgen in das Grundwasser.

Hintergründe und Veranlassung

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union hat zum Ziel, die Gewässer europaweit bis zum Jahr 2015, spätestens jedoch bis zum Jahr 2027, in einen ökologisch, chemisch und mengenmäßig (Grundwasser) bzw. biologisch guten Zustand zu bringen oder den guten Zustand zu erhalten. Eine Verbesserung ist auch bezüglich der Belastung des Grundwassers mit Nitrat erforderlich. Stickstoff wird neben Leckagen aus undichten Abwasserkanälen und dem Düngemitteleinsatz in Kleingartenanlagen vor allem durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung eingetragen. Um den Eintrag von Nitrat durch die Landwirtschaft zu verringern, setzt das Land Hessen auf ein freiwilliges Beratungsangebot für die Landwirte. Dadurch sollen der Düngemitteleinsatz optimiert und so die Gefahr der Stickstoffauswaschung verringert werden
Für das Hessische Ried wurde diese Aufgabe mit der Vertragsunterzeichnung am 22.03.2012, dem Tag des Wassers, durch das Regierungspräsidium Darmstadt zunächst für ein Jahr an den Wasserverband Hessisches Ried (WHR) übertragen. Die Projektkosten trägt das Land Hessen.

(Lesen Sie hierzu auch die Pressemeldung des RP Darmstadt weiter unten)

Die Düngeplanung stellt aufgrund der landwirtschaftlichen Struktur im Hessischen Ried mit einem hohen Flächenanteil von Gemüsebau und Sonderkulturen sehr hohe Anforderungen sowohl an die Landwirte als auch die Gewässerschutzberatung Bei der Ermittlung der notwendigen Stickstoffmenge sind viele Faktoren zu berücksichtigen, wie die angebaute Kultur, die eingesetzte Düngerform (mineralisch / organisch), die Witterungsbedingungen und die Bodenverhältnisse.

Die Beratung erfolgt in einzelnen, sogenannten Leitbetrieben und in Gruppen, über Rundschreiben, Informationsveranstaltungen, Demonstrationsversuche und Feldtage. Zur Düngeplanung und um die Wirkung der Maßnahmen zu überprüfen, werden im Frühjahr und Herbst Bodenproben von ausgewählten Flächen auf ihren Stickstoffgehalt untersucht. Über Arbeitskreise wird sichergestellt, dass alle Akteure aus Landwirtschaft, Behörden und Wasserversorgung in die Umsetzung einbezogen sind.

Ziel ist, durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Landwirten den Grundwasserschutz mit den betrieblichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Betriebe auf einem hohen Qualitätsniveau in Einklang zu bringen. Landwirte und WHR befürworten weiterhin ausdrücklich, dass die Ursachen für lokal und flächenhaft vorliegende Grundwasserbelastungen mit unterschiedlichen Stoffen im Einzelnen analysiert werden. Als Verursacher und Quellen sind neben der Landwirtschaft auch Siedlungen, Industrie, Verkehrswege und Altlasten in Betracht zu ziehen. Maßnahmen sind daher nicht nur in der Landwirtschaft erforderlich, sondern beispielsweise auch in Form der Sanierung kommunaler Kanalnetze.

Kooperationsräume
 
Die Umsetzung der landwirtschaftlichen Beratung im Hessischen Ried erfolgt räumlich gegliedert in fünf Kooperationsräumen. In der ersten Umsetzungsstufe begann die Beratung ab dem Frühjahr 2012 in dem Kooperationsraum „Südliches Ried“, bestehend aus den Gemeinden Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Lampertheim und Viernheim, und im Kooperationsraum „Riedsande“, in dem die Gemeinden Büttelborn, Darmstadt, Erzhausen, Griesheim und Weiterstadt zusammengefasst sind.

Die Auftaktveranstaltungen fanden am 27. März 2012 für den Kooperationsraum „Südliches Ried“  und am 29. März 2012 für den Kooperationsraum „Riedsande“ statt.

Mit zwei Auftaktveranstaltungen Ende März 2014 wurde die Gewässerschutzberatung in den Kooperationsräumen "Nördliches Ried" und "Bergstraße" aufgenommen. Sie umfassen die Gemeinden Trebur, Groß-Gerau, Riedstadt, Stockstadt, Biebesheim und Gernsheim bzw. Pfungstadt, Bickenbach, Seeheim-Jugenheim, Alsbach-Hähnlein, Zwingenberg, Bensheim, Lorsch und Heppenheim.

Die Informationsunterlagen der jeweiligen Veranstaltung sind hier für Sie zum Download bereit gestellt

 

Pressemitteilungen

Beginn der Gewässerschutzberatung in den Kooperationsräumen "Südliches Ried" und "Riedsande"

 

Für die Landwirte im Hessischen Ried wird ab sofort ein umfassendes, freiwilliges Beratungsangebot aufgebaut, das zum Ziel hat, den Eintrag von Nitrat in das Grundwasser zu verringern.

(Groß-Gerau, 30.03.2012) Mit zwei Auftaktveranstaltungen in der vergangenen Woche – am 27.03.2012 in Bürstadt und am 29.03.2012 in Weiterstadt – fiel der Startschuss für die Gewässerschutzberatung im Hessischen Ried im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie.

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union hat zum Ziel, die Gewässer europaweit bis zum Jahr 2015, spätestens jedoch bis zum Jahr 2027, in einen ökologisch, chemisch und mengenmäßig (Grundwasser) bzw. biologisch guten Zustand zu bringen oder den guten Zustand zu erhalten. Eine Verbesserung ist auch bezüglich der Belastung des Grundwassers mit Nitrat erforderlich. Stickstoff wird neben Leckagen aus undichten Abwasserkanälen und dem Düngemitteleinsatz in Kleingartenanlagen vor allem durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung eingetragen. Um den Eintrag von Nitrat durch die Landwirtschaft zu verringern, setzt das Land Hessen auf ein freiwilliges Beratungsangebot für die Landwirte. Dadurch sollen der Düngemitteleinsatz optimiert und so die Gefahr der Stickstoffauswaschung verringert werden.

Für das Hessische Ried wurde diese Aufgabe mit der Vertragsunterzeichnung am 22.03.2012, dem Tag des Wassers, durch das Regierungspräsidium Darmstadt zunächst für ein Jahr an den Wasserverband Hessisches Ried (WHR) übertragen. Die Projektkosten trägt das Land Hessen.

Die Umsetzung der landwirtschaftlichen Beratung im Hessischen Ried erfolgt räumlich gegliedert in fünf Kooperationsräumen. In der ersten Umsetzungsstufe beginnt die Beratung ab dem Frühjahr 2012 in den Kooperationsräumen Südliches Ried, bestehend aus den Gemeinden Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Lampertheim und Viernheim, und Riedsande, in dem die Gemeinden Büttelborn, Darmstadt, Erzhausen, Griesheim und Weiterstadt zusammengefasst sind.

Die Düngeplanung stellt aufgrund der landwirtschaftlichen Struktur im Hessischen Ried mit einem hohen Flächenanteil von Gemüsebau und Sonderkulturen sehr hohe Anforderungen sowohl an die Landwirte als auch die Gewässerschutzberatung Bei der Ermittlung der notwendigen Stickstoffmenge sind viele Faktoren zu berücksichtigen, wie die angebaute Kultur, die eingesetzte Düngerform (mineralisch / organisch), die Witterungsbedingungen und die Bodenverhältnisse.

Die Beratung erfolgt in einzelnen, sogenannten Leitbetrieben und in Gruppen, über Rundschreiben, Informationsveranstaltungen, Demonstrationsversuche und Feldtage. Zur Düngeplanung und um die Wirkung der Maßnahmen zu überprüfen, werden im Frühjahr und Herbst Bodenproben von ausgewählten Flächen auf ihren Stickstoffgehalt untersucht. Über Arbeitskreise wird sichergestellt, dass alle Akteure aus Landwirtschaft, Behörden und Wasserversorgung in die Umsetzung einbezogen sind.

Ziel ist, durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Landwirten den Grundwasserschutz mit den betrieblichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Betriebe auf einem hohen Qualitätsniveau in Einklang zu bringen. Landwirte und WHR befürworten weiterhin ausdrücklich, dass die Ursachen für lokal und flächenhaft vorliegende Grundwasserbelastungen mit unterschiedlichen Stoffen im Einzelnen analysiert werden. Als Verursacher und Quellen sind neben der Landwirtschaft auch Siedlungen, Industrie, Verkehrswege und Altlasten in Betracht zu ziehen. Maßnahmen sind daher nicht nur in der Landwirtschaft erforderlich, sondern beispielsweise auch in Form der Sanierung kommunaler Kanalnetze.

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Veranstaltungshinweis

Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie im Hessischen Ried

Auftaktveranstaltungen zur Gewässerschutzberatung in den Kooperations-räumen "Südliches Ried" und "Riedsande"

 

 

Für die Landwirte im Hessischen Ried wird ab sofort ein umfassendes, freiwilliges Beratungsangebot aufgebaut, das zum Ziel hat, den Eintrag von Nitrat in das Grundwasser zu verringern.

Die gewässerschutzorientierte landwirtschaftliche Beratung wird im Auftrag des Regierungspräsidiums Darmstadt durch den Wasserverband Hessisches Ried durchgeführt. Bei den Auftaktveranstaltungen informieren das Regierungspräsidium Darmstadt, das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie, der Wasserverband Hessisches Ried und das Ingenieurbüro Schnittstelle Boden über die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in den jeweiligen Gemeinden und die geplanten Beratungs-inhalte zur Reduzierung der Stickstoffeinträge ins Grundwasser.

Auftaktveranstaltung „Südliches Ried“
Termin: 27. März 2012; 19:00 Uhr
Adresse: Restaurant Bürgerhaus, Rathausstr. 2, Bürstadt
Teilnehmerkreis: Landwirte aus den Gemeinden Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Lampertheim und Viernheim

Auftaktveranstaltung „Riedsande“
Termin: 29. März 2012; 19:00 Uhr
Adresse: Restaurant Aulenberg, Am Aulenberg 2, Weiterstadt
Teilnehmerkreis: Landwirte aus den Gemeinden Büttelborn, Darmstadt, Erzhausen, Griesheim und Weiterstadt

Kontakt: E-Mail:
Tel.: 069-25490-6207

Parkmöglichkeiten sind im Umkreis der Veranstaltungsorte vorhanden. Pressevertreter sind herzlich willkommen.

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Landwirtschaftliche Beregnung in Gefahr? Land Hessen erteilt keine Genehmigung!

Rund eine Million Liter aufwändig gereinigtes Wasser muss womöglich sinnlos vergeudet werden - pro Stunde!

(Groß-Gerau, 12.03.2012) Hans-Jürgen Fischer, seit Oktober letzten Jahres Verbandsvorsteher des Wasserverbands Hessiches Ried, steht vor großen Herausforderungen. Nicht nur, dass die Finanzierung der Leistungen des WHR heftig umstritten ist, so dass der Verband derzeit unter vorläufiger Haushaltsführung operieren muss. Von Landesseite wird auch die Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigung für die Infiltration im Jägersburger Wald seit Monaten verzögert. Die Erfüllung der satzungsgemäßen Verbandsaufgabe der ökologischen Grundwasser-bewirtschaftung im mittleren Hessischen Ried wird ausgerechnet durch das Umweltministerium behindert. Neben der Grundwasseranreicherung sichert der Wasserverband die Produktion der Gartenbaubetriebe und Landwirtschaft in der Region mit Wasser zur Beregnung der meist hochwertigen Sonderkulturen. Das Wasser wird durch die aufwändige Aufbereitung von Rheinwasser im Wasserwerk Biebesheim bereitgestellt. Und genau hier liegt das Problem. „Die Aufbereitungskapazität der Anlage in Biebesheim wird in den kommenden Wochen von den Landwirten dringend zur Sicherstellung der Beregnung der Kulturen, insbesondere der Frostschutzberegnung, benötigt“, erläutert Fischer. „Um hier flexibel auf die Beregnungsanforderungen reagieren zu können, muss dabei aus technischen Gründen eine Minimallast von 900 m³/h vorsorglich aufbereitet und vorgehalten werden. Dies ist Wasser, das wir für die Grundwasseranreicherung sinnvoll einsetzen könnten, solange es noch nicht oder nicht in dieser Menge von der Landwirtschaft benötigt wird. Wenn wir aber die Genehmigung für die Infiltration nicht umgehend bekommen, müssen wir pro Stunde rund 900.000 Liter aufwändig gereinigtes Wasser wieder zurück in den Rhein kippen. Ökologischer und wirtschaftlicher Wahnsinn, “ärgert sich Fischer. „Alternativen bestehen nicht. Wird das Wasserwerk derzeit nicht betriebsbereit gehalten, stünde im Frostfall kein Beregnungswasser zur Verfügung, wodurch den betroffenen Landwirten massive Ernteausfälle und Ertragseinbußen drohten“, so Fischer.
Bisher erfolgte die Infiltration auf der Grundlage einer vorläufigen Genehmigung, die jährlich verlängert wurde. Diese Verlängerung bieb jedoch laut Fischer dieses Jahr aus. Warum die Erteilung der Genehmigung durch das Umweltministerium insgesamt derart verzögert wird, kann Fischer nicht nachvollziehen. Alle Unterlagen für die bereits im Jahre 2005 beantragte Genehmigung lägen vor, alle notwendigen Schritte des Verwaltungsverfahrens sind seit September letzten Jahres abgeschlossen. „Es ist mir unverständlich, warum unser satzungemäßes Handeln derart blockiert wird. Wir werden prüfen, ob das Land Hessen für die Kosten, die aus der Verzögerung des Genehmigungsverfahrens entstehen, in Anspruch genommen werden kann.“

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Infiltrationsgestützte Wasserwerke im Hessischen Ried gleichen mangelnde Grundwasserneubildung im Vogelsberg aus

Hessenwasser, OVAG und Kreiswerke Main-Kinzig kooperieren im Wasserbezug

(Groß-Gerau, 28. Februar 2012) Der Vogelsberg ist neben dem Hessischen Ried eines der wichtigsten Grundwassergewinnungsgebiete für die Wasserversorgung der Metropolregion Rhein-Main. Eine nachhaltige Grundwassergewinnung unterliegt jedoch ökologischen Grenzen. Diesem Grundsatz folgend muss die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG) wegen geringer Grundwasserneubildung in den Gewinnungsgebieten der OVAG, vor allem im südöstlichen Vogelsberg, aus ökologischen und wasserrechtlichen Gründen die Grundwasserförderung reduzieren. Die extreme Trockenheit im Frühjahr und Herbst 2011 hat das Problem noch verstärkt.
Zum Ausgleich von absehbaren Liefermengeneinschränkungen haben die Hessenwasser, die OVAG und die Kreiswerke Main-Kinzig vorsorglich eine neue Vereinbarung zum regionalen Wasserausgleichsmanagement abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass der zu erwartende Liefermengenrückgang über den regionalen Leitungsverbund der Hessenwasser aus ihren Wasserwerken im Frankfurter Stadtwald und vor allem im Hessischen Ried ausgeglichen wird. Die Wassergewinnung in diesen Anlagen ist dank der Grundwasseranreicherung mit aufbereitetem Oberflächenwasser unabhängig von klimabedingten Schwankungen und erfüllt sicher die strengen ökologischen Anforderungen in diesen sensiblen Gewinnungsbereichen.
Geschäftsbereichsleiter Werner Herber von Hessenwasser und seine Verhandlungspartner, Kreiswerke-Geschäftsführer Bernd Schneider, und Abteilungsleiter Peter Hans Hög von der OVAG sind sich jedoch einig, dass die aktuelle Vereinbarung nur eine Übergangslösung darstellt und weitere Schritte zum Ausgleich der derzeitigen Dargebotsbeschränkung im Vogelsberg und zur Absicherung des regionalen Wasserbedarfs folgen müssen.
So planen die OVAG und der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) trotz der erheblichen Investitionskosten den Bau einer Verbindungsleitung zwischen den Versorgungsnetzen des ZMW und der OVAG, um Trinkwasser aus dem mittelhessischen Raum in den Ballungsraum zu leiten. Nach Auskunft von Peter Hans Hög sind die Abstimmungen bereits fortgeschritten.
Aus Sicht der Hessenwasser ist aber vor allem die zuverlässige Verfügbarkeit der Ressourcen im Hessischen Ried unverzichtbar. Durch die nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung des Wasserverbands Hessisches Ried (WHR) konnten laut Herber Wasserversorgungsprobleme in der Metropolregion in den letzten Jahren sicher vermieden werden.

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„Das Land muss wieder mit ins Boot“

Hessenwasser: Finanzierungsdefizite beim Wasserverband Hessisches Ried sind Defizite in der politischen Verantwortung

(Groß-Gerau, 07.02.2012) Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser, die seit 2005 auch die Geschäfte des Wasserverbands Hessisches Ried (WHR) führt, ist verstimmt über die Ohnemichel-Haltung der Landesregierung bei einem „infrastrukturpolitischen Kernthema, wie der Sicherung der Wasserversorgung für die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“. Anlass dafür ist, dass auch in einer erneuten Vorstandssitzung des WHR in der vergangenen Woche kein Konsens über dessen Finanzierung hergestellt werden konnte. Sowohl die kommunalen Mitglieder des Verbandes wie auch die Wasserwerke stellen ihre finanziellen Beiträge weiterhin in Frage. Vorläufig arbeitet der WHR daher auf der Grundlage einer vorläufigen Haushaltsführung.
Der Wirtschaftsplan für das laufende Jahr wurde dem Regierungspräsidium Darmstadt als Aufsichtsbehörde zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt.
Doch Anlass zu Unmut ist für Abke nicht nur die Tatsache, dass es nicht gelungen sei, die Lasten entsprechend der tatsächlichen Vorteilhaftigkeiten der im Verband vertretenen Interessenträger zu verteilen, sondern auch die Verbandsstruktur selbst. „Uns liegen die Ergebnisse von 5 Fachgutachten vor, die sehr detailliert nicht nur die Kostensituation, sondern auch die Struktur des Verbandes beleuchten“, erläutert Abke. „Diese Bewertungen machen deutlich, dass sich erhebliche Vorteile aus den ökologischen Dienstleistungen des Verbandes bei der Bewirtschaftung des Grundwassers im Hessischen Ried und der Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Beregnungswasser ergeben. Die Kosten werden derzeit jedoch zu über 75 % von der Wasserversorgung getragen“, moniert Abke. Für die Argumentation der Gartenbau- und Landwirtschaftsbetriebe, die höhere Beiträge für das Beregnungswasser ablehnen, zeigt Abke dennoch Verständnis, da ihnen bei Gründung des WHR vom Land Hessen finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt worden war. Aber die gutachterlich bestätigte hohe Quersubventionierung des Beregnungswassers für die Landwirtschaft verdeutliche den Handlungsbedarf.
„Allein für diesen Bereich fehlt dem WHR jedes Jahr ein Betrag von annähernd 1 Million Euro“, stellt er fest. Abke, im Ehrenamt als Vizepräsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft profiliertester Exponent der Branche in Deutschland, macht deutlich, dass er das Land in der Pflicht sieht, mit den Verantwortlichen in einen direkten Dialog zu treten, um Lösungen zu finden.„Die Landesregierung muss sich ihrer Verantwortung bei den Fragen der wasserwirtschaftlichen Infrastrukturpolitik stellen“, so Abke. “Das Land gehört beim WHR wieder mit ins Boot“.

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Eindeutige Stellungnahme des Landes zur Finanzierung der Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried gefordert

Wasserverband Hessisches Ried 2012 ohne Haushalt – Der Vorstand sieht den Verband derzeit nicht handlungsfähig

(Groß-Gerau, 03.02.2012) Die Situation des WHR stellt sich nach wie vor kritisch dar. Wie Verbandsvorsteher Hans-Jürgen Fischer nach einer erneuten Sitzung des Vorstandes berichtete, konnte auch nach der Diskussion der insgesamt 5 Fachgutachten, die zur Bewertung der finanziellen Situation und der Beitragsstruktur des WHR in Auftrag gegeben wurden, kein Konsens gefunden werden. Die kommunalen Mitglieder des Ver-bandes sowie die Wasserwerke stellen ihre finanziellen Beiträge weiterhin in Frage. Die Landwirtschaft bewertet ihre derzeitigen Beregnungskosten als Grenze des betriebswirtschaftlich zumutbaren. Wie sich das Land Hessen zu den nachgewiesenen Landesvorteilen verhält, ist noch unklar. Der vom Vorstand im Dezember unter Vorbehalt aufgestellte Wirtschaftsplan für das Jahr 2012 wird daher dem Regierungspräsidium Darmstadt als Aufsichtsbehörde zur Stellungnahme und Abgleichung mit den Gutachterergebnissen zugeleitet. Solange arbeitet der WHR auf der Grundlage der vorläufigen Haushaltsführung. „Durch die Gutachten ist die Notwendigkeit belegt, die Finanzierung des WHR neu zu gestalten. Hierbei ist eine aktive Rolle des Landes Hessens unabdingbar. Es ist ein Ausgleich für die früher aus der Grundwasserabgabe geleisteten Finanzierungszuschüsse erforderlich“, betonte Fischer nach der Sitzung. Ziel der Gründung des WHR war und ist weiterhin die Sicherstellung der Infrastrukturaufgaben „Regionale Trinkwasserbeschaffung für die Metropolregion Rhein-Main“ sowie „Beregnungswasserversorgung für die Gartenbaubetriebe und Landwirtschaft im Hessischen Ried“. „In der derzeitigen Gesamtdiskussion im Hessischen Ried sind vielfältige Interessen – Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Forst, Naturschutz Siedlungswirtschaft - auszugleichen. Dies erfordert einen gemeinsamen politischen Gestaltungswillen aller Interessensträger, insbesondere des Landes Hessen, um auch die Erfüllung der Aufgaben des WHR auch zukünftig sicherstellen zu können“, stellt Fischer fest.
Mitglieder des WHR sind die Landwirtschaft, vertreten über den Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverband Hessen, die öffentliche Wasserversorgung, vertreten durch die Hessenwasser GmbH & Co KG und den Wasserbeschaffungsverband Riedgruppe Ost (Einhausen) sowie die Gebietskörperschaften im Wirkungskreis des WHR, die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Bergstraße sowie die Stadt Darmstadt. Bis 1997 hat sich das Land selbst als Gründungsmitglied des Verbandes auch bei der Finanzierung noch beteiligt. Die Vorteile der allgemeinen Grundwasserbewirtschaftung werden derzeit alleine von den verbleibenden Verbandsmitgliedern finanziell getragen. Während die Gebietskörperschaften mit einem festen Beitrag rund 3 % des jährlichen Aufwands übernehmen, trägt die Landwirtschaft über die Gebühren für das Beregnungswasser etwa 12 %. Abgesehen von sonstigen Erträgen verbleiben damit rund 75 % der Gesamtkosten von rund 6 Millionen Euro bei der Wasserversorgung.

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WHR: Die Finanzierung der nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried steht auf der Kippe

Fachgutachten verdeutlichen die Dringlichkeit, die Kostenträgerschaft für die Leistungen des WHR neu zu beordnen
 
(Groß-Gerau, 18.01.2012) Das Ringen des Vorstands des Wasserverbands Hessisches Ried (WHR) um eine langfristig gesicherte Finanzierung der nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung im Ried geht in die nächste Runde. Der Verband hatte bei externen Sachverständigen verschiedene Fachgutachten beauftragt, deren Ergebnisse in der Vorstandsrunde am 17. Januar vorgestellt wurden. „Die Begutachtung durch externe Fachleute bringt ein hohes Maß an Transparenz in das Leistungs- und Kostengefüge des Verbands und beleuchtet die rechtlichen Grundlagen der Kostenträgerschaft für die Nutznießer der Verbandsleistungen“, erläuterte Verbandsvorsteher Fischer nach der Sitzung. „Wir stehen in der Bewertung der Gutachten zwar erst am Anfang, es wurde aber deutlich, dass aufgrund der eindeutigen Vorteilhaftigkeit für die Landesbelange Naturschutz, Regionalplanung und Gewässerbewirtschaftung eine Verpflichtung des Landes zur Mitfinanzierung besteht“, so Fischer weiter.
„Auch sehen die Gutachter die derzeitige Aufteilung der Verbandskosten auf die Verbandsmitglieder untereinander sehr kritisch“, erläutert Fischer. Insgesamt seien insbesondere die Belastungen der Wasserversorger und der Landwirtschaft ausgereizt. Aus Sicht des Verbandsvorstehers ist es dringend geboten, dass das Land sich nun aktiv an der Erarbeitung von Lösungen zur Finanzierung des Verbandes beteiligt.
„Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe einer ökologischen und nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried muss von allen Interessenträgern gemeinsam finanziert werden. Dass man mit der Bewirtschaftung des Grundwassers in Südhessen die Wirtschaftsentwicklung der Metropolregion Rhein-Main dauerhaft absichern wollte und will ist richtig, aber nur dann, wenn auch die gesamte Region dies finanziell mit trägt. Hier fehlen seit Jahren die richtigen Antworten und die wirksame Unterstützung der Landesregierung“, so das Fazit des Verbandsvorstehers.

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Ungesicherte Finanzierung des WHR gefährdet eine nachhaltige Bewirtschaftung des Grundwas-sers im Hessischen Ried

WHR begrüßt die Initiative des Vorsitzenden des CDU-Umweltarbeitskreises im Hessischen Landtag, Peter Stephan

(Groß-Gerau, 07.12.2011) Der Vorstand des Wasserverbands Hessisches Ried hat auf seiner gestrigen Sitzung die Verabschiedung der Wirtschaftsplanung für das kommende Jahr unter Vorbehalt gestellt. „Die Notwendigkeit der Leistungen des Verbands zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für die Rhein-Main-Region und der landwirtschaftlichen Beregnung im Hessischen Ried sind unbestritten. Die Finanzierung dieser Leistungen ist jedoch in Frage gestellt. Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe einer ökologischen und nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried muss jedoch von allen Interessenträgern finanziert werden,“ so Verbandsvorsteher Fischer.

„Neben den bisherigen Aufgaben kommen weitergehende Anforderungen an die Grundwasserbewirtschaftung aus dem Bereich Forst hinzu. Eine Lösung kann nur im Zusammenwirken aller beteiligten Interessengruppen und unter klarer Zielsetzung der Politik gefunden werden. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Initiative des Landtagsabgeordneten Peter Stephan nach einem Runden Tisch zur Lösung der Grundwasserthematik im Ried. Der WHR ist als Selbstverwaltungskörperschaft der Beteiligten dafür nach unserer Ansicht die richtige Kommunikations- und Handlungsplattform,“ betont Fischer.

Mitglieder des Verbandes sind die Landwirtschaft, vertreten über den Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverband Hessen, die öffentliche Wasserversorgung, vertreten durch die Hessenwasser GmbH & Co KG und den Wasserbeschaffungsverband Riedgruppe Ost (Einhausen) sowie die Gebietskörperschaften im Wirkungskreis des WHR, die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Bergstraße sowie die Stadt Darmstadt. Bis 1997 hat sich das Land selbst als Gründungsmitglied des Verbandes auch bei der Finanzierung noch beteiligt. Die Vorteile der allgemeinen Grundwasserbewirtschaftung werden nun alleine von den verbleibenden Verbandsmitgliedern finanziell getragen.

Während die Gebietskörperschaften mit einem festen Beitrag rund 3 % des jährlichen Aufwands übernehmen, trägt die Landwirtschaft über die Gebühren für das Beregnungswasser etwa 12 %. Abgesehen von sonstigen Erträgen verbleiben damit rund 75 % der Gesamtkosten von rund 6 Millionen Euro bei der Wasserversorgung. Eigentlich kein Problem, aber im Zusammenhang mit den Preisüberprüfungen bei Wasserversorgern durch das hessische Landeskartellamt wurde die Notwendigkeit der Aufwendungen für die Grundwasserbewirtschaftung von der Behörde in Frage gestellt. Diese Kosten können dem-nach nicht ohne Weiteres über die Wasserpreise refinanziert werden.

Fischer fühlt sich von der Politik im Stich gelassen: “Der Ver-band kann seine ökologischen Dienstleistungen für die Region nur zuverlässig erbringen, wenn die Finanzierung endlich geklärt wird. Hier muss das Land sehr schnell klare Spielregeln bestimmen. Alternative Finanzierungsinstrumente, wie die Wiedereinführung einer zweckgebundenen Ausgleichsfinanzierungsumlage, könnten eine Lösung sein.“

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Stabwechsel beim Wasserverband Hessisches Ried

Hans-Jürgen Fischer aus Gernsheim neuer Verbandsvorsteher
 
(Groß-Gerau, 14.10.2011) Der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) hat in seiner gestrigen Verbandsversammlung Hans-Jürgen Fischer zum neuen Verbandsvorsteher gewählt. Fischer (45), Landwirt des Tannenhofes in Gernsheim („Erdbeer-Fischer“), folgt Gunther Kramm nach, der bei seiner Verabschiedung auf über 13 Jahre erfolgreicher Arbeit als Verbandsvorsteher zurückblicken kann.

Kramm, bis zur Übergabe der Geschäfte an seinen Sohn im Jahr 2007 Landwirt auf dem Nibelungenhof in Allmendfeld und in zahlreichen Ehrenämtern tätig, zieht sich aus Altersgründen aus der Verbandsarbeit zurück. Im WHR ist er seit der Verbandsgründung im Jahre 1979 aktiv.

Mit der Wahl Fischers, der erstmalig im Jahre 2001 als Vertreter des Wasser-, Boden und Landschaftspflegeverband (WBL) Hessen in den Vorstand entsandt wurde, wird die seit den Anfängen des Verbands gepflegte Praxis fortgesetzt, den Verbandsvorsteher aus den Reihen der Landwirtschaft zu benennen. In seiner Funktion als stellvertretender Verbandsvorsteher bestätigt wurde Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser. Der regionale Wasserversorger Hessenwasser vertritt neben dem WBV Riedgruppe-Ost die Interessen der Wasserversorgung im Verband und hat im Jahre 2005 die Geschäftführung und den operativen Betrieb des WHR übernommen.

Die neue Vertreterin der Stadt Darmstadt im Vorstand ist Baudezernentin Brigitte Lindscheid. Weitere neu gewählte Mitglieder sind Ludwig Gantzert, der als Abgeordneter des Kreistags den Landkreis Darmstadt-Dieburg vertreten wird sowie Jörg Kramm, als Vertreter des WBL.

In Ihrer Funktion als Vorstandsmitglied bestätigt wurden Horst Gölzenleuchter (Landkreis Groß-Gerau), Rainer Lameli (WBL), Thomas Metz (Landkreis Bergstr.), Manfred Scholz (WBV Riedgruppe-Ost) sowie Peter Stiens (Hessenwasser).



Viel Erfolg für den neuen Verbandsvorsteher!
(von links nach rechts: Gunther Kramm, Hans-Jürgen Fischer, Wulf Abke)

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Sichere Wasserversorgung trotz Rekordtrockenheit?

Geht Südhessen das Trinkwasser aus?

(Groß-Gerau, 01. Juni 2011) Das Frühjahr 2011 ist das trockenste in Hessen seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen im Jahre 1881. Während Landwirte und Kleingärtner, Grünflächenämter und Zoos unter der Trockenheit leiden, sieht das für den Rhein-Main-Raum verantwortliche Wasserbeschaffungsunternehmen Hessenwasser aktuell noch keine Probleme für die Wasserversorgung der Metropolregion Rhein-Main. Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser, stellt fest: „Zum einen zehren wir im Hessischen Ried von den hohen Grundwasserständen, die uns das relativ nasse Winterhalbjahr beschert hat. Doch auch bei einer deutlich längeren Trockenperiode wären wir in der Lage, lokal auftretende Versorgungsengpässe durch den regionalen Leitungsverbund aufzufangen und eine umweltschonende Grundwassergewinnung in sensiblen Bereichen wie dem Vogelsberg zu gewährleisten“.
Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Noch vor wenigen Jahren veranlasste eine ausgedehnte Trockenperiode die Landesbehörden dazu, auch im Rhein-Main-Raum einen „Wassernotstand“ auszurufen. Heute sorgt eine moderne und nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung im Hessenwasser-Verbund für ein sicheres Wasserdargebot und einen Mengenausgleich über die Region. „Eine sichere Wasserversorgung ist jedoch nicht mit Niedrigstpreisen zu haben“, betont Abke. Nach dem Hessischen Wassergesetz liegt die Abschätzung von Kosten und Nutzen bei den Kommunen, wobei die überörtliche Absicherung der Metropolregion mit Wasser in der Verantwortung des Landes liegt. Die Landesbehörden beaufsichtigen auch die interkommunalen Wasser- und Bodenverbände, wie etwa den Wasserverband Hessisches Ried (WHR), der die Aufbereitung des Beregnungswassers für die Landwirtschaft sicher stellt und über Infiltration die Grundwasserstände in Südhessen wetterunabhängig steuert. “Ohne den WHR und ohne Hessenwasser gäbe keine sichere und ökologisch verträgliche Wasserversorgung für die Metropolregion. Dennoch stellt das Hessische Wirtschaftsministerium die Kosten für diese Leistungen immer wieder in Frage“, so Abke. „Wir gewährleisten die technischen Voraussetzungen für die Wasserversorgung und Zukunftssicherung des Lebens- und Wirtschaftsraums Rhein-Main auch unter den Vorzeichen des Klimawandels. Einseitige Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen gefährden jedoch die Sicherung des Bestandes der vorhandenen Infrastruktur und dessen Anpassungen an die Herausforderungen der Zukunft“, stellt Abke fest.


Wulf Abke ist neben seinen Funktionen als Geschäftsführer der Hessenwasser GmbH & Co. KG und als stellvertretender Verbandsvorsteher des WHR, als Vizepräsident des Branchenverbandes BDEW Sprecher der deutschen Wasserversorgungsbranche.

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Verbandsschau 2011

Die diesjährige Verbandsschau fand am 12. Mai statt. Ausgangspunkt der Begehung war das Entnahmebauwerk der Aufbereitungsanlage Biebesheim. Veranlasst durch die aktuelle Berichterstattung der Medien über die niedrigen Pegelstände des Rheins sollten sich die Teilnehmer ein Bild von den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort machen.

Niedrigwasser des Rheins bei Biebesheim

Verbandsschau am Entnahmebauwerk des WHR

Auch bei den niedrigen Pegelständen des Rheins ström das Rheinwasser noch immer zuverlässig durch den Grobrechen des Einlaufbauwerks. Auch die Sorge, dass der WHR durch seine Entnahme bei  Niedrigwasser den Rhein vollständig zu Versiegen bringe sei unbegründet, scherzt Klupp. Die Entnahme liegt bei max 5.400 m³/h (1,5 m³/s) Diese Menge ist im Vergleich zum derzeitigen Niedrigwasserabfluss von 700 m³/s  völlig vernachlässigbar.

Weitere Stationen der Verbandsschau waren neben der Besichtigung von  Infiltrationsgräben bei Eschollbrücken, welche zur Zeit allerdings noch nicht wieder betrieben werden, die Tiefbrunnenanlage Eschollbrücken und die Druckerhöhungsanlage bei Pfungstadt-Hahn.

Die Tiefbrunnenanlage Eschollbrücken ist eine von insgesamt sieben solcher Anlagen, die unabhängig vom WHR-Netz zur lokalen Bereitstellung von Beregnungswasser genutzt werden können. Die Anlage in Eschollbrücken liefert mit 6 Brunnen eine Gesamtmenge von rund 300 m³/h. Über die Tiefbrunnenanlagen können insgesamt 2.100 m³/h Beregnungswasser zusätzlich zur der maximalen Kapazität von 5.400 m³/h der Aufbereitungsanlage in Biebesheim bereit gestellt werden.

Im Abschluss an die Besichtigung der Anlagen bestätigten die beiden Schauführer, Herr Georgi vom WBV Riedgruppe-Ost und Herr Jung vom WBL Hessen, den einwandfreien Zustand der Anlagen und betonten übereinstimmend die besondere Bedeutung, die dem WHR und seinen Leistungen aktuell und auch zukünftig angesichts der zu erwartenden Zunahme derart ungewöhnlicher Wetterverhältnisse wie der aktuellen Trockenphase zukommen werde.

Teilnehmer der Verbandsschau:  Dr. D. Witzel (Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.), Dr. B. Post (Hessenwasser), L. Buchmann (Hessenwasser), M. Becker (Hessenwasser), G. Jung (WBL Hessen / Schaubeauftragter), K.-H. Dickhaut (Verbandsvorsteher Wasser-, Boden- und –Landschaftspflegeverband (WBL) Hessen), M. Georgi (WBV Riedgruppe-Ost / Schaubeauftragter), B. Haas (RP Darmstadt), F. Bender (Hessenwasser), W. Klupp (Hessenwasser / Schauführer), R. Geiger (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Mitglied des WHR-Vorstands), N. Siegmund (Hessenwasser, stv. Geschäftsführer), H. Gölzenleuchter (Landkreis Groß-Gerau, Mitglied des WHR-Vorstands), U. Roth (WBL-Hessen, Geschäftsführer) (von links nach rechts)

Pressemitteilung 28. Januar 2011
 
Infiltration ist nicht die Ursache für hohe Grundwasserstände
 
WHR: „Ein hartnäckiges Vorurteil“
 
(Groß-Gerau, 28.01.2011) Bei den betroffenen Hausbesitzern liegen die Nerven blank. Die aktuell hohen Grundwasserstände sorgen mancherorts im Ried für nasse Keller. Wieder einmal. Viele erinnern sich noch an die Jahre 2001 bis 2003. Damals standen sie vor den gleichen Problemen.

Bei der Suche nach den Ursachen für die Probleme und die Schäden, die durch die hohen Grundwasserstände verursacht werden, wird immer wieder auch die Infiltration von aufbereitetem Rheinwasser genannt. „Eine ebenso naheliegende wie unrichtige Vorstellung“, stellt Hubert Schreiber, Pressesprecher der Geschäftsführung des WHR, fest.

„Die Bereiche, in denen aktuell die hohen Grundwasserstände den Hausbesitzern das Leben schwer machen, liegen nicht im Einflussbereich der Infiltrationsanlagen des WHR“, betont Schreiber. Durch die umsichtige Betriebsweise der Infiltration und das intensive Grundwassermonitoring seien infiltrationsbedingte Vernässungsschäden sicher ausgeschlossen. „Trotzdem steigt in nassen Jahren mit dem Grundwasser auch die Verbreitung des Arguments: die Infiltration ist schuld“, so Schreiber. „Das ist ein hartnäckiges Vorurteil“.

Die Anlage des WHR in Biebesheim, zuständig für die Aufbereitung des Rheinwassers zur Infiltration, sei im Übrigen seit Anfang des Jahres für rund acht Wochen wegen routinemäßiger Revisionsarbeiten komplett außer Betrieb.

Aktuelle Messwerte für einzelne Grundwassermessstellen im Hessischen Ried sowie ausführliche fachliche Berichte über die Grundwassersituation sind im Internet über das Informationsportal Grundwasser-Online (www.grundwasser-online.de) abrufbar.

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Pressemitteilung 29. Oktober 2010
 
Ein nasses Jahr wie lange nicht
 
Hohe Grundwasserstände im Ried - stark gedrosselte Infiltration durch den WHR
 
(Groß-Gerau, 29.10.2010) Der zurückliegende Sommer war ein Sommer der Extreme. Nach ausgeprägter Schafskälte erlebten die Menschen eine gewaltige Hitzewelle, begleitet von intensiven Regenperioden, sowohl davor als auch danach. Auch Südhessen blieb nicht von diesen Wetterkapriolen verschont. Wie der  Wasserverband Hessisches Ried (WHR) mitteilte, sind die derzeit in manchen Bereichen des Hessischen Rieds zu verzeichnenden hohen Grundwasserstände diesen ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Monate zu zuschreiben.

In den Sommermonaten fielen nach Angaben des WHR trotz der dreiwöchigen Hitzeperiode 40-50 % mehr Niederschläge als im Durchschnitt. Noch deutlicher seien die Überschüsse bei der natürlichen Grundwasserneubildung, die zum Teil ebenfalls mehr als 50% über dem langjährigen Mittel lag. Zeitversetzt sei eine entsprechende Grundwasserstandsentwicklung zu verzeichnen. Fazit des WHR: Nach einer mehrjährigen Periode mittlerer Verhältnisse bei der Niederschlags- und Grundwasserstandsentwicklungen liege nun wieder ein nasses Jahr wie zuletzt 2002 vor.

Dennoch lägen alle Grundwasserstände derzeit noch voll im Rahmen des Grundwasserbewirtschaftungsplans und der Genehmigungsbescheide. Der WHR habe schon sehr frühzeitig auf die sich abzeichnende Veränderungen bei der Grundwasserneubildung reagiert. Die Infiltrationsleistung sei zum Teil bereits ab Anfang Juni zunehmend eingedrosselt worden. Teilanlagen seien mittlerweile vorsorglich ganz abgeschaltet worden.

Aktuelle Messwerte für einzelne Grundwassermessstellen im Hessischen Ried sind im Internet über das Informationsportal Grundwasser-Online über den öffentlich zugänglichen Kartenserver (http://www.grundwasser-online.de/gwo_portal/bgs/gwm/ kartenserver.htm) abrufbar.

Weitere Informationen über die wasserwirtschaftlichen Bedingungen des Hessischen Rieds sind in der Broschüre „Das Hessische Ried zwischen Vernässung und Trockenheit“ nachzulesen. Sie wurde im August 2005 vom Hessischen Umweltministerium herausgegeben und kann im Internet auf der Homepage des Hess. Landesamt für Umweltschutz und Geologie herunter-geladen werden.( http://www.hlug.de/medien/wasser/ grundwasser/artikel/broschuere_hess_ried_1.pdf).

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Tag der offenen Tür im Wasserwerk Biebesheim
Samstag, 3. Oktober 11.00 bis 17.00 Uhr

Anlässlich seines 30-jährigen  Bestehens lädt der Wasserverband Hessisches Ried zum Tag der offenen Tür in die Rheinwasseraufbereitungsanlage nach Biebesheim ein. 1979 wurde der Wasserverband Hessisches Ried unter Beteiligung des Landes gegründet. Die Anlagen der Rheinwasseraufbereitungsanlage wurden 1989 in Betrieb genommen.

Programm

Führungen durch das Wasserwerk informieren über die Aufgaben und Leistungen des WHR. Das Zentrallabor der Hessenwasser steht für alle Fragen rund um die Wasserbeschaffenheit mit einem Infostand bereit. Im Gebäude des Reinwasserbehälters wird ein Film mit Eindrücken aus der Zeit der Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlagen gezeigt. Für die kleinen Gäste wird im Festzelt ein Kinderprogramm angeboten.

Ein Caterer sorgt mit Würstchen vom Grill sowie Kaffe und Kuchen für das leibliche Wohl der Besucher.

Termin:         03. Oktober 2009; 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Adresse:      Justus-von-Liebig-Straße 10, 64584 Biebesheim

(Ausreichende Parkmöglichkeiten stehen auf dem unmittelbar benachbarten Mitarbeiterparkplatz-Ost der Fa. Merck zur Verfügung)

Kontakt:      info@hessenwasser.de oder 069-25490-6999

Programm-Download

Pressemeldung zum 30-jährigen Jubiläum des WHR

Verbandsschau Wasserverband Hessisches Ried

Die diesjährige Verbandsschau fand Ende April statt und führte in den südlichsten Bereich des Verbandsgebietes nach Lampertheim. Dort wurde die teilortsfeste Beregnungsanlage mit Schalt- und Trafostation sowie die Tiefbrunnenanlage besichtigt.

Die Tiefbrunnenanlage in Lampertheim stellt die Beregnung von 625 Hektar landwirtschaftli-cher Fläche sicher, da keine leitungstechnische Verbindungen zum Wasserwerk Biebesheim bestehen.
Im mittleren hessischen Ried werden die teilortsfesten Beregnungsanlagen mit dem aufbe-reiteten Rheinwasser aus dem Wasserwerk Biebesheim versorgt. Nur in Notfällen und zur Spitzenlastabdeckung werden vorhandene Tiefbrunnenanlagen zur Beregnung der landwirt-schaftlichen Flächen eingesetzt. Die Funktion der Notversorgung berücksichtigt auch Anla-genausfälle im Wasserwerk Biebesheim oder Gewässerverunreinigungen (Rheinalarm).

Für das Beregnungsgebiet von ca. 625 ha landwirtschaftlicher Fläche in Lampertheim wer-den zurzeit die Unterlagen für ein neues Wasserrecht erarbeitet. Durch die Intensivlandwirt-schaft mit Kräutern, Spargel, Erdbeeren etc. sowie der Herstellung von Fertig- bzw. Rollra-sen werden in der Zukunft im Mittel jährlich bis zu 2,2 Mio. m³ und in Trockenperioden bis zu 3,4 Mio. m³ Beregnungswasser benötigt. Die Teilnehmer konnten sich von der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung des Gebietes in einem begrenzten Raum zwischen Kommune und Waldflächen überzeugen.

Von den Schaubeauftragten Herrn Georgi (WBV Riedgruppe-Ost) und Herrn Jung (WBL Hessen) sowie der Aufsichtsbehörde, vertreten durch Frau Haas (RP, Darmstadt) und der landwirtschaftlichen Fachbehörde, vertreten durch Herrn Dr. Witzel (LLH, Kassel) wurde zum Abschluss der Begehung festgestellt, dass sich die besichtigten Anlagen in einem sehr guten Zustand befinden.

Verbandsversammlung des Wasserverbandes Hessisches Ried

Die Verbandsversammlung des WHR hat am 15. Januar den Wirtschaftsplan für das Jahr 2009 verabschiedet und damit die Weichen für die Tätigkeiten des Verbandes im Jahre 2009 gestellt. Das Gesamtvolumen des Wirtschaftsplanes beläuft sich auf rund 10 Mio. EUR. Grundlage der Planungen ist eine prognostizierte Wasserabgabe des Wasserwerks Biebesheim und der Tiefbrunnenanlagen von circa 18 Millionen Kubikmetern (Summe Infiltration und Beregnungswasser).

Einstimmig wurde auch der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2007 festgestellt und die Entlastung des Vorstandes für das Wirtschaftsjahr 2007 beschlossen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte&Touche hat mit einem uneingeschränkten Prüfungs- und Bestätigungsvermerk die ordnungsgemäße Arbeit des Verbandes und der Geschäftsführung durch die Hessenwasser bestätigt. Deloitte&Touche wurde von der Verbandsversammlung erneut als Prüfungsgesellschaft des Jahresabschlusses 2008 benannt.

Verbandsvorsteher Gunther Kramm dankte den Vertretern der Hessenwasser für die professionelle und einwandfreie Wahrnehmung der Geschäftsführung.